Freitag, 23. August 2013

Der Anfang

Seit einer Woche bin ich nun in Uruguay. Hinter mir liegt ein langer Flug, ein schönes Treffen mit allen Austauschschülern und das Ankommen in meiner Gastfamilie. Am Flughafen in Hamburg hatte ich einen schweren Abschied. Viele Freunde waren gekommen um mich das letzte mal zu umarmen und mir Briefe mit lieben Wünschen mit auf den Weg zu geben. Da ich bereits einige Leute kannte, die außer mir von Hamburg nach Uruguay gingen,
musste ich nicht alleine fliegen und mich in den Weiten der Flughäfen zurechtfinden...
Unser erster Flug ging nach Frankfurt, wo wir den Rest der Austauschschüler trafen.
Anschließend flogen wir über Rio de Janeiro nach Uruguay.
An dem kleinen Flughafen von der Hauptstadt Montevideo wurden wir von unser Organisation YFU in Empfang genommen und mit dem Bus ging es los aufs Land. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die Farm, wo wir unser restliches Wochenende verbrachten. Mit uns 56 Austauschschülern aus aller Welt sprachen wir viel über unsere Gastfamilien und die erste Zeit im Ausland, abends Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang :) Der Mix aus den vielen Sprachen, die ersten Eindrücke und das Kennenlernen der neuen Leuten machte Spaß, aber auch ziemlich müde.
Die Stimmung war gut, wenn auch geprägt von der Spannung auf die neue Familie. Am Sonntag ging es dann für jeden ab in die neue Stadt. Da ich die einzige Austauschschülerin in Melo bin, war ich auf der fünfstündigen Busfahrt alleine, was ich jedoch genoss! Ein wenig Zeit für sich tat gut!

Empfangen wurde ich von meiner Gastmutter, meiner Gastschwester Josefina und drei Freundinnen von ihr. Zu Hause angekommen erwartete mich der Vater und Bruder (welcher eigentlich in Montevideo studiert), außerdem noch mehr Freundinnen. Alle waren sehr nett und herzlich und haben ihr bestes gegeben, sich mit mir zu verständigen.
Am nächsten Tag bin ich direkt mit zu Schule gekommen. In Uruguay gibt es in meinem Jahrgang vier Klassen mit verschiedenen Schwerpunkten. Ich bin mit in die Klasse meiner Schwester gekommen,
sie ist der "Orientación Científica" mit den Proflifächern Mathe, Physik und Chemie.
Die Fächerwahl ist eigentlich nicht so mein Fall, für den Anfang jedoch nicht so wichtig, erstmal muss ich Spanisch lernen! Alle Leute hier sind sehr offen und herzlich, wie ich das schon öfter erzählt bekommen hatte. In der Klasse wurde ich erstmal ausgefragt, schön war es im Englischunterricht, wo ich auch wirklich etwas erzählen konnte haha.
Ich habe Unterricht von 12-16 Uhr, der Rest des Tages ist Freizeit. Josefina geht vier mal die Woche morgens zum privaten Gruppen-Englisch-Unterricht, während ich entweder meiner Spanisch-Stunden habe (drei mal die Woche mit sehr netter Lehrerin), oder Sport treibe.
Einmal wurde ich bereits zum Frühstück in das Haus der Englischlehrerin eingeladen, wo wir einen sehr netten morgen mit den Schülern hatten. Ich sei dort jederzeit willkommen hieß es :) Außerdem kann ich hier in Uruguay weiter Fußball spielen. In dem einzigen Mädchenteam in Melo sind wir zwar beim Training nur zu acht, doch es bringt Spaß!

Man triff sich hier oft sehr spontan mit einigen Leuten und verbringt einfach ein bisschen Zeit miteinander.
Alle Freunde von Josefina haben mich sehr nett aufgenommen und auch mit anderen habe ich ein paar Worte gewechselt. Mit dem Spanisch ist es mühsam, doch ich habe das Gefühl mit jeden Tag mehr zu verstehen und es hilft, das einige ein bisschen Englisch sprechen können (in meiner Familie nur Josefina!). Manchmal fehlt mir Hamburg, meine Familie und Freunde noch sehr, doch ich gebe mein Bestes, mich hier so schnell wie möglich einzuleben!

Besos!



 Flughafen in Rio de Janeiro







Spielplatz auf dem Land





Josefina (rechts) und Freundinnen


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