Donnerstag, 3. Oktober 2013

Dies und Das

 Während ich am Anfang noch sehr überwältigt von all den neuen Eindrücken war, ist nun schon einiges normal für mich und Teil meines Alltags. Ich genieße es, mehr oder weniger in den Tag hineinleben zu können, da mein Unterricht in der Schule ja erst um 12 Uhr beginnt. Das heißt aber nicht, dass ich jeden Tag ausschlafe und viel Zeit in meinem Bett verbringen, keinesfalls! Zwei mal die Woche habe ich morgens meinen Spanischunterricht und zwei mal die Woche gehe ich vor der Schule mit einer Freundin joggen. Außerdem besuche ich nun einmal die Woche morgens einen privaten Englischkurs, um ein bisschen in Übung zu bleiben, da der Schulunterricht in Englisch nicht sehr viel hergibt. Einige Freunde von mir besuchen diesen Kurs vier mal die Woche und nehmen dort auch an international anerkannten Examen teil. Die Lehrerin ist sehr nett und bedankt sich jedes mal herzlich für mein Kommen.

Letztes Wochenende war hier in Melo ein deutscher Fußballtrainer zu Besuch.
Er stellte ein Projekt für Frauenfußball zwischen Deutschland und Uruguay vor. Was für ein Zufall!
Mein Team und ich wurden einen Morgen lang professionell trainiert und zum Teil spielte ich den Übersetzer zwischen ihm und der Gruppe. Es war eine sehr nette Begegnung! Komisch war es, von einen auf den anderen Moment wieder ein wenig Deutsch sprechen zu können... Ich verstehe nun schon relativ viel auf Spanisch. Das Verstehen und Schreiben fällt leichter als das Sprechen, doch es wird immer besser.

Inzwischen war ich auch "en el campo" (auf dem Land), wo meine Familie Grundstück besitzt.
Nach einer durchgetanzten Nacht, setzten meine Schwester und ich uns in den Bus und fuhren zu unserem Haus,
wo wir unsere Eltern trafen. Es ist sehr einfach eingerichtet, ein Mix aus schweren Holzmöbeln, Steinofen und alten blumenbestickten Vorhänge, aber mir gefällts. Am Nachmittag sattelten Josefina und ich eins der acht Pferde und ritten zusammen über die großen, von Rindern bewohnten Weiden. Auf mich wirke das Grundstück sehr groß und weit, aber im Vergleich zu anderen ist es wohl eher klein. Außerdem erlebte ich eine Versteigerung von Tieren und Maschinen für die Landwirtschaft nicht weit von meiner Stadt. Ich verbrachte einen schönen Tag mit meiner Familie im Sonnenschein, entspannter Stimmung, vielen Landsleuten und natürlich mit Mate in der Hand :).

Letzte Woche fuhr ich für einen Tag mit meinen Eltern nach Rio Branco, die relativ nahliegende Grenzstadt zu Brasilien. Viele Free-Shops zum günstigen Einkaufen, es gibt dort sogar Nutella und deutsches Bier. Die Stadt an sich ist sehr heruntergekommen und ärmlich. Zum Einkaufen von Lebensmitteln ging es dann ab nach Brasilien, da dort einiges etwas günstiger ist.

Ich lerne immer wieder neue Leute kennen, bin am Wochenende viel mit meinen Freunden unterwegs und freue mich hier zu sein!

In den folgenden Bildern sind mitunter auch Fotos von einem 15ten Geburtstag dabei, der hier ja riesig gefeiert wird.

Muchos Besos!


el campo

 

     







Josefina




fünfzehnter Geburtstag



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen