Samstag, 30. November 2013

Ferienanfang und Montevideo

Einen Tag vorm offiziellen Ferienanfang (ein Donnerstag) fuhr ich mit meinen Gasteltern nach Montevideo. Josefina kam einen Tag später, da sie noch an einer Unterrichtsstunde teilnehmen musste. Ich blieb insgesamt eine Woche in der Hauptstadt und habe die Zeit sehr genossen. Wie wohnten wieder in der kleinen Wohnung meines Bruders, waren jedoch viel unterwegs und wenig zu Hause, sodass kein Platzmangel entstand. Das Wetter war toll und zum ersten Mal erlebte ich die Stadt im Sonnenschein. Wie schlenderten viel durch die Straßen und über Märkte, trafen mehrmals eine Freundin aus Melo, kochten mit Verwandten und genossen die Wärme. Die Einkaufshäuser waren zum Teil mit Weihnachtsdeko geschmückt, was für mich, wo ich so gar nicht in Weihnachtsstimmung bin, ziemlich komisch war. Mit meinem Bruder und einem Freund von ihm besichigte ich das beeindruckende politische Gebäude "Palacio Legislativo". 
Einen Abend gingen wir Paintball spielen, wobei es das Ziel ist, das gegnerische Team mit farbgefüllten Kugeln abzuschießen. Ein Erlebnis für sich, doch kein Spiel für mich... 

Am Sonntagmittag kehrten meine Schwester und Eltern nach Melo zurück, während mit meinem Bruder zurückblieb und mir offen gelassen wurde, wann ich zurückfahren wolle. Ich bekam einen Haustürschlüssel und verbrachte den restlichen Tag mit Tristan, einem Freund aus Deutschland, der in der Nähe von Montevideo wohnt. Er kam mich besuchen und mit einem Mate setzen wir uns an die Rambla. Die Rambla ist eine Promenade, entlang der Küste von Montevideo. Viele Menschen, viele Jogger und gute Stimmung. Am nächsten Tag lernte ich die Gastfamilie von Tristan kennen. Zweimal nahm ich einen falschen Bus und war unendlich froh, als ich nach knapp drei Stunden endlich ankam. Wir trafen uns mit seiner sehr netten Spanischlehrerin und anschließend verbrachten wir einen schönen Abend mit den Gasteltern und -Brüdern. Meine restliche Zeit traf ich mich mit anderen Freunden von YFU, lernte noch eine sehr herzliche Gastfamilie und tolle Geschwister kennen und genoss das Großstadtleben.
Während ich mich an meinem ersten Mal in Montevideo ein wenig verloren gefühlt hatte, brachte es mir diesmal um so mehr Spaß meine Wege alleine zu finden und meine nun um einiges bessere Spanischkentnisse anzuwenden.
Zwei mal ging ich an der Rambla joggen, was mich sehr an Hamburg erinnerte: Wind um die Nase und der Geruch von Fisch und Hafen. Am Donnerstag nahm ich dann den Bus zurück nach Melo und freute mich, meine Familie wiederzusehen :)

Nun bin ich schon ziemlich im Ferien-Rythmus drin und habe vor in den nächsten drei Monaten sobald wie möglich in die Hauptstadt zurückzukehren, viel zu reisen, und ganz viel von Uruguay zu sehen!

Muchos Besos,
Nora

El Palacio Legislativo





Jacinta und Josefina

Santiago





Paintball-Feld


Weihnachten naht...


La Rambla










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