Montag, 3. Februar 2014

Punta del Este

Nach einigen Datenverschiebungen und spontanen Planänderungen fuhren meine Familie und ich dann schließlich bis gestern für eine Woche nach Punta del Este an die Atlantikküste. Wir wohnten in einem kleinen Apartement direkt im Zentrum und naheliegend an den Stränden des bekannten Badeorts.
In Punta del Este trifft sich die Elite und Promis aus Uruguays und Argentiniens. Alles ist ziemlich teuer, aufgestylt und mehr international als ich es je in Uruguay gesehen habe. Sehr viele Hochhäuser (hauptsächlich Hotels) säumen den Strand und die Promenade mit Blick aufs Meer. Ein anderer nahliegender Strandort der sich "la Barra" nennt, ist voll von Bars, Restaurants, auf antik geschmückte Boutiquen und tollen modernen Häusern direkt am Ozean. Das Wetter war die Woche über leider nicht sehr einladend und es war überwiegend bedeckt, trotzdem waren wir fast jeden Tag am Strand und haben das Salzwasser genossen. Einige Male bin ich an der Promenade joggen gegangen und abends saßen wir ein paar mal Mate trinkend am schönen Hafen und haben den Sonnenuntergang betrachtet. Einen Tag besichtigten wir "la Casapueblo", ein beeindruckendes Bauwerk welches durch den uruguayischen Künstler Carlos Páez Vilaró errichtet wurde und heute ein Museum, Kunstgalerie und Hotel ist. Meine Schwester und ich sind einige Male nachts ausgegangen und lernten ein paar neue Leute kennen :)


Die Hälfte meine Auslandsjahres ist nun um, verdammt schnell verging die Zeit für mich. In einem Tagebucheintrag von mir im September schrieb ich:

"aufstehen, weitermachen, den kopf hochhalten, neu anfangen, nachfragen, immer wieder nachfragen, tanzen, aufmerksam sein, beobachten, vergleichen, weitermachen, sprechen, fragen, zuhören, nicht aufgeben, blick nach vorn, motivieren, weiter geht´s, kurze auszeit, und aufraffen."

Nie habe ich bewusst soviel dazu gelernt in sechs Monaten, so viele verschiedene Leute kennengelernt, soviel akzeptiert einfach so wie es ist, so an meine Grenzen getroffen, soviel den Moment genossen, soviel getanzt, so viel Fleisch gegessen haha, soviel bewusst gelebt. Ich kann sagen dass ich vollkommen angekommen bin und ich freu mich auf die zweite Hälfte meine Jahres, von der es heißt, sie gehe noch schneller vorbei als die erste...


Morgen reise ich schon wieder weiter. Nach vielen Mails, Telefonaten und Genehmigungen wurde es mir schließlich erlaubt meinen Freund zu besuchen, der grade für ein paar Wochen bei seiner Mutter ist, die in Porto Alegre wohnt.
Bis Sonntag werde ich nun also in Brasilien sein!

Muchos Besos!



mit meinen Eltern 












Familie :)



en la Barra





Blick aus dem Apartement


meine Eltern Gustavo und Adriana

Josefina schlafend...


 


Casapueblo




el sol de Uruguay

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